Teilnehmer berichten von ihrem Praktikum
Erfahrungsberichte von Auszubildenden und Absolventen:
Aalborg, Dänemark
Herbst 2025
Ich habe mich für ein Auslandspraktikum nach der Ausbildung entschieden, um als „Ausgelernte“ Erfahrungen in meinem Beruf zu sammeln und mehr über das Bauen in anderen Ländern zu lernen.
Mein Praktikumsbetrieb baut und vermietet Wohnungen. Ich war Teil der Planungsabteilung. Ich konnte von Anfang an selbstständig arbeiten und habe gelernt, wie dort Projekte konzipiert, Problemlösungen erarbeitet und bereits vorhandene Gebäude funktional umgeplant wurden. Ich zeichnete Baupläne, maß Häuser auf, gestaltete Grundrisse, nahm an den Gesprächen mit den Kunden teil und musste mich in die kommunalen Richtlinien und Forderungen einarbeiten. So konnte ich Projekte in den verschiedensten Phasen begleiten und unterstützen.
Da es neben mir weitere Praktikanten gab, hatte ich über den Betrieb schnell Anschluss. Es war spannend, so viele Menschen aus verschiedenen Ländern zu treffen – ich habe also nicht nur Neues über Dänemark gelernt, sondern auch zum Beispiel über Frankreich oder die Schweiz.
Nina, Bauzeichnerin
Cork, Irland
Herbst 2025
Da ich sehr gern reise und neue Kulturen kennenlerne, hat mich das Erasmus-Programm sofort angesprochen. Ich wollte nicht nur meine beruflichen Kenntnisse erweitern, sondern auch meine Englischkenntnisse verbessern und sehen, wie Pflege in einem anderen Land umgesetzt wird.
In der Langzeitpflege übernahm ich ähnliche pflegerische Aufgaben wie in meiner Ausbildung und unterstützte damit das Pflegepersonal. Außerdem konnte ich bei verschiedenen Freizeitaktivitäten mitwirken. Besonders schön fand ich die gemeinsamen Nachmittage mit Bingo, Ballspielen, Musikquiz oder die Vorbereitung von Gottesdiensten – so konnte ich viele Bewohner näher kennenlernen und einen persönlichen Bezug aufbauen.
Vor allem bei den Arbeitszeiten ist mir ein großer Unterschied zu Deutschland aufgefallen: In Irland wird typischerweise in einem 12-Stunden-System gearbeitet. Besonders beeindruckt hat mich der respektvolle Umgang untereinander – sowohl zwischen den Kollegen als auch mit den Bewohnern und deren Angehörigen.
An den arbeitsfreien Tagen habe ich mit Freunden ein Auto gemietet und die Sehenswürdigkeiten der grünen Insel erkundet – und sogar ein Hurling-Spiel besucht. Dieser traditionelle irische Mannschaftssport ist unglaublich schnell und spannend, kein Wunder, dass die Atmosphäre im Stadion absolut mitreißend war!
Ines, Auszubildende zur Pflegefachkraft
Brüssel, Belgien
Herbst 2025
Meine Englisch-Kenntnisse nutze ich im Alltag ohnehin häufig, mein Französisch war dagegen etwas eingerostet – ein Praktikum in einem französischsprachigen Land reizte mich daher sehr. Mir bot sich die Möglichkeit, ein Praktikum am Brüsseler Standort meines Ausbildungsbetriebs zu machen.
Der fachliche Fokus in Brüssel war ein anderer, daher unterschieden sich auch die Aufgaben. Da die Mandanten aus vielen verschiedenen Ländern stammen, waren die meisten Unterlagen auf Englisch. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission lief auf Englisch ab. Ich lernte viele junge Menschen kennen und konnte so mein Französisch aktiv auffrischen und die ein oder andere Hemmschwelle abbauen.
Abschließend kann ich sagen, dass ich nicht nur sprachlich vorankam, sondern auch die Verbindung zwischen der nationalen und europäischen Ebene des Rechtswesens hautnah erleben durfte.
Alisa, Auszubildende zur Rechtsanwaltsfachangestellten
Innsbruck, Österreich
Herbst 2025
Mein Ausbildungsbetrieb ist ein großes, aber spezialisiertes Fachkrankenhaus - für einige Wochen im dreimal so großen Universitätsklinikum Innsbruck zu arbeiten, war daher sehr spannend für mich.
Mein Einsatzort war die chirurgische Abteilung und ich konnte von Anfang an aktiv am Stationsalltag teilnehmen. Viele der pflegerischen Tätigkeiten habe ich auch schon während meiner Ausbildung übernommen; ich konnte aber auch neue Techniken lernen, wie die Blutabnahme, die in Deutschland nicht Teil der Ausbildung ist.
Im Laufe des Praktikums konnte ich viele Aspekte der Pflegepraxis in Deutschland und Österreich vergleichen. Besonders beeindruckt hat mich das hohe Fachwissen und die Kompetenz im Team auf der Station. Aus dem Austausch mit Kolleginnen und Kollegen konnte ich viel mitnehmen.
Emilia, Auszubildende zur Pflegefachkraft
Valletta, Malta
Herbst 2025
Mein Ausbildungsbetrieb erzählte mir von der Möglichkeit, ein Auslandspraktikum zu machen. Mit dem Hauptziel, mein Englisch zu verbessern, reiste ich also nach Malta und unterstützte dort ein Notariat.
Von Beginn an wurde ich herzlich in das Team aufgenommen und konnte mich aktiv einbringen. Durch den regelmäßigen Kontakt zu Behörden, Ämtern und Mandanten erhielt ich zudem einen umfassenden Einblick in den juristischen Alltag auf Malta.
Im Vergleich zu Deutschland fiel mir sofort die entspannte Arbeitsweise auf. Vieles läuft pragmatischer und unkomplizierter - im täglichen Leben, aber auch auf den Behörden.
Roman, Auszubildender zum Rechtsanwaltsfachangestellten
Avignon, Frankreich
Herbst 2025
Meine erste Woche startete mit einem Sprachkurs in Aix-en-Provence - für mich die perfekte Gelegenheit, mich einzuleben und andere Azubis kennenzulernen. Danach ging es für mich nach Avignon, wo ich in der Marketingabteilung eines Autohauses arbeitete.
Ich unterstützte die Marketingmanagerin bei der Planung und Umsetzung verschiedener Veranstaltungen und bei der Erstellung von Social Media Beiträgen. Anfangs hatte ich Sorge wegen der sprachlichen Unterschiede, aber meine Kollegen waren alle sehr nett und offen. Da ich jeden Tag ausschließlich Französisch sprach, merkte ich, wie sich meine Sprachkenntnisse deutlich verbesserten.
Was für mich auch neu war: mich selbstständig in einer neuen Stadt zurechtzufinden und meine Zeit eigenständig zu gestalten. Gerade am Wochenende nutzte ich die Zeit, um die Innenstadt zu erkunden und die französische Kultur kennenzulernen.
Victoria, Auszubildende zur Industriekauffrau
Lissabon, Portugal
Sommer 2025
Meine Praktikumsbetrieb war das Hard Rock Café in Lissabon, mitten in der Innenstadt. Als einer der bekanntesten Gastronomiebetriebe in der Stadt hat das Café neben Restaurant und Bar auch einen Souvenirshop. Ich war vor allem im Büro und im organisatorischen Bereich tätig, bekam aber auch einen Einblick in andere Abteilungen.
Ich unterstützte meinen Mentor beim Durchführen von Audits, dem Abgleichen der Kreditkartenzahlungen zwischen den verschiedenen Systemen und dem Abarbeiten von Rechnungen. Die Mitarbeiter stammen aus aller Welt, dadurch kam man sich nicht als „Fremdkörper“ vor und das Arbeitsumfeld war unglaublich angenehm.
In Lissabon habe ich mich sehr wohl gefühlt. Ich habe erlebt, wie herzlich und offen die Menschen sind und habe in meiner Freizeit viel unternommen. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, aber nach ein bisschen Übung habe ich das System verstanden und kam gut von Ort zu Ort.
Aishah, Auszubildende zur Kaufm. Assistentin mit Schwerpunkt Fremdsprachen
Valletta, Malta
Sommer 2025
Ich hatte immer schon Lust, einmal im Ausland zu arbeiten und meine Komfortzone zu verlassen. Ein Auslandspraktikum war daher für mich die beste Gelegenheit, das auszuprobieren.
In der ersten Woche auf Malta nahm ich an einem Sprachkurs mit Fokus auf mündliche Kommunikation teil – sozusagen ein sanfter Einstieg in den Alltag auf Englisch. Ab der zweiten Woche arbeitete ich im Compliance Team von Malta Public Transport. Die Abteilung ist zuständig für alle rechtlichen und regulatorischen Belange des Verkehrsunternehmens und arbeitet eng mit der Verkehrsbehörde, der Polizei und weiteren Stellen zusammen. Meine Aufgaben waren sehr vielseitig und ich konnte schnell selbstständig arbeiten, hatte aber jederzeit einen Ansprechpartner für Fragen. Besonders gut gefallen hat mir die Zusammenarbeit im Team und die gute Atmosphäre – meine Kolleginnen und Kollegen gaben mir viele Tipps, was ich auf Malta unbedingt anschauen sollte.
Laura Sofie, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement
Valencia, Spanien
Sommer 2025
Meine Ausbildung mache ich bei einem Großhändler, der Einblick in ein internationales Speditionsunternehmen war daher sehr spannend für mich.
Insbesondere im Bereich der Transportorganisation konnte ich viel mitnehmen. Ich unterstützte täglich bei der Routenplanung und bei der Kommunikation mit den Unternehmen in Deutschland. Obwohl das Team sehr groß war, wurde ich schnell integriert und die Kollegen waren immer hilfsbereit.
Ich konnte bereits etwas Spanisch, hatte aber zu Beginn immer wieder Schwierigkeiten mit den Fachbegriffen. Aber auch hier konnte ich mich gut einarbeiten.<\p>
Wir waren oft in der Innenstadt und der nahen Umgebung, besonders fallen die vielen und schönen Parks auf – nicht umsonst hat die Stadt den Titel „European Green Capital 2024“ verliehen bekommen.<\p>
Daniel, Auszubildender zum Kaufmann für Logistik und Speditionsdienstleistungen
Brüssel, Belgien
Sommer 2025
Recht kurzfristig habe ich die Möglichkeit für einen Study Visits im Europaparlament in Brüssel bekommen - genauer gesagt für ein Praktikum im Büro einer Europaparlaments-Abgeordneten.
Einen Monat lang unterstützte ich die Pressesprecher und das Social Media Team, recherchierte zu verschiedenen Themen und begleitete die Abgeordnete zu Terminen, Delegations- und Fraktionssitzungen sowie zu Sitzungen im großen Plenarsaal. Gerade in den spannenden Debatten konnte man deutliche Unterschiede darin sehen, wie die einzelnen Abgeordneten ihre Standpunkte vertreten.
Kurzfristig konnte ich für die Sitzungswoche mit dem Team nach Straßburg reisen, sodass ich die Arbeit in den beiden Stammhäusern kennenlernen und vergleichen konnte. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Büros habe ich auch viele weitere Mitarbeiter kennengelernt - für mich eine gute Gelegenheit, mein Englisch nicht nur im politischen Umfeld, sondern auch im privaten zu üben.
Emmeline, Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten
Valencia, Spanien
Frühling / Sommer 2025
Mit dem Auslandspraktikum wollte ich mich selbst herausfordern, eine Weile im Ausland zu leben und eine Übergangsphase zwischen Ausbildung und dem Einstieg ins reguläre Berufsleben zu schaffen, in der ich mich orientieren konnte.
Als "Teaching Assistant" unterstützte ich die Deutschlehrerin an einer internationalen Schule etwas außerhalb von Valencia. Neben der Betreuung während des Mittagessens oder als Pausenaufsicht habe ich bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien unterstützt. Einige Male hatte ich auch die Möglichkeit, Unterricht zu vertreten - frontal mit den Kindern zu agieren und dabei ein bestimmtes Thema zu bearbeiten, war eine riesige Umstellung für mich.
Allgemein war der Einsatz digitaler Medien für mich ungewohnt und ich habe schnell Vor- und Nachteile der Arbeit damit festgestellt. Auch der Wechsel zwischen den Klassen war für mich herausfordernd, da ich in meiner normalen Arbeit als Erzieherin immer eine feste Bezugsgruppe hatte.
In der Schule und Sprachschule hatte ich viel Kontakt zu Spaniern, in meiner WG dagegen waren die Nationalitäten bunt gemischt. Im Alltag konnte ich somit meine zu Beginn aufgebesserten Spanisch-Kenntnisse austesten, aber auch viel Englisch sprechen.
Anne, Erzieherin
Fjärås, Schweden
Sommer 2025
Da ich jedes Jahr mit meiner Familie nach Schweden in den Urlaub fahre, kam ich auf die Idee, dort in den Sommerferien ein Praktikum zu machen. Vor Ort konnte ich mich meinen späteren Praktikumsbetrieb besichtigen und nutzte die Möglichkeit, direkt Kontakt zu knüpfen.
Direkt nach meiner Ankunft wartete mein erstes Projekt auf mich: ein kleines Akkordeon, das von Grund auf restauriert werden sollte. Handzuginstrumentemacher ist ein Beruf, bei dem man sich Fertigkeiten aus verschiedenen Berufszweigen aneignet und da sich jedes Instrument anders verhält, war ich über jeden Tipp meiner Kollegen froh.
Nach Feierabend war ich oft am Fjord baden, war bei Veranstaltungen in der Nähe oder in einem der vielen Naturparks in der Nähe - und genoss den schwedischen Sommer.
Malin, Auszubildende zur Handzuginstrumentemacherin
Wien, Österreich
Frühling 2025
Nachdem wir in der Ausbildung Rettungsdienstsysteme in anderen Ländern verglichen hatten, war ich von der Idee angetan, diese Systeme auch in der Praxis kennenzulernen. Gemeinsam mit drei Mitschülern wagten wir den Schritt und kontaktierten die Berufsrettung Wien. Wir wurden auf drei unterschiedliche Wachen eingeteilt, hatten aber immer zeitgleich Dienst, sodass wir unsere freien Tage gemeinsam gestalten konnten.
Die Kompetenzen und Ausbildung der Notfallsanitäter unterscheiden sich erheblich von der deutschen, sodass ich die ersten Einsätze nutzte, um mir einen Eindruck über die Abläufe und das Equipment zu verschaffen. Als dritte Kraft im Rettungswagen hatte ich aber auch die Möglichkeit, unter Supervision Einsätze selbstständig durchzuführen. Da ich in meiner Heimat vorrangig in der Landrettung tätig bin, konnte ich in dem Auslandsaufenthalt einen spannenden Einblick gewinnen, was es heißt, in einer Großstadt wie Wien im Rettungsdienst zu arbeiten. Auch lernte ich das Qualitätssystem "Fieldsupervisor" kennen, für das der österreichische Rettungsdienst bekannt ist. Mit jedem Dienst wurde mir aber auch bewusst, was ich an dem deutschen Rettungsdienst mag und schätze.
Felix, Auszubildender zum Rettungssanitäter
Innsbruck, Österreich
Sommer 2024
Nach unserer Zwischenprüfung hatte ein Teil unserer Ausbildungsgruppe die Möglichkeit, die Rauchfangkehrinnung in Innsbruck zu besuchen.
Neben der Besichtigung von Firmen und Austausch-Möglichkeiten mit den angehenden Rauchfangkehrern der Berufsschule in der Nähe von Innsbruck begleiteten wir diese auch während der täglichen Einsätze.
Neben den für uns klassischen Einsatzorten standen dabei auch Almtouren an - ob zu Fuß oder mit der Material-Seilbahn an. Das waren besondere Erfahrungen, die wir so schnell nicht vergessen!
Besonders aufgefallen ist uns, dass sich der Beruf in Österreich nicht auf die Kamine und ggf. Verbindungsstücke (wie in Deutschland) beschränkt, sondern die Heizungen ebenfalls Teil der Arbeit sind. Und so lernten wir einiges Neues über das Auseinanderbauen, Inspizieren und Reinigen der verschiedenen Anlagen.
Dawina und Niclas, Auszubildende zum Schornsteinfeger
Hjørring, Dänemark
Sommer 2024
In meiner Ausbildung wurde mir schnell klar, dass jeder Betrieb seine eigene Art und Weise hat, keramische Produkte herzustellen. Den Blick auf internationale Ebene zu weiten und herauszufinden, wie Keramiker*innen in anderen Ländern arbeiten, hat mich daher gereizt.
Mein Praktikumsbetrieb stellt Steinzeug her, wie zum Beispiel Gebrauchsgeschirr, Waschbecken und Lampen. Neu für mich war die Arbeit mit dem Anagama-Ofen, ein mit Holz befeuerter Tunnelofen mit Ursprung im ostasiatischen Altertum. Ich konnte an vielen Punkten meines bisherigen Könnens anknüpfen und mit Unterstützung meiner Mentoren neue Fertigkeiten lernen. Daher konnte ich trotz der kurzen Zeitspanne viel mitnehmen.
Auch der allgemeine Umgang zwischen den Keramiker*innen hat mir einen neuen Blickwinkel geöffnet: Während in Deutschland zum Beispiel Glasurrezepte meist unter Verschluss gehalten werden, herrscht in Dänemark ein reger Austausch und die Branche wirkt dadurch viel offener.
Gina, Auszubildende zur Keramikerin
Aix-en-Provence, Frankreich
Frühling 2024
Perfekte Croissants und detaillierte Törtchen - welches Herz schlägt nicht höher bei dem Gedanken an französische Patisserie?
Gemeinsam hatten wir die Möglichkeit, für einige Wochen französische Patisserie-Luft zu schnuppern.
Wir wurden von Anfang an in den Tagesablauf der Patisserie eingebunden und haben in allen Bereichen unterstützt: von der Vorbereitung von Teig, dem Füllen von Gebäckstücken bis zur täglichen Herstellung von frischen Törtchen.
Nach oft langen, aber lehrreichen Arbeitstagen haben wir die umliegende Natur, aber auch die Städte erkundet - eine besondere Erfahrung abseits der typischen Touristen-Saison.
Rosalie und Maria, Konditoren
Budapest, Ungarn
Frühling 2024
Perfekte Croissants und detaillierte Törtchen - welches Herz schlägt nicht höher bei dem Gedanken an französische Patisserie?
Gemeinsam hatten wir die Möglichkeit, für einige Wochen französische Patisserie-Luft zu schnuppern.
Wir wurden von Anfang an in den Tagesablauf der Patisserie eingebunden und haben in allen Bereichen unterstützt: von der Vorbereitung von Teig, dem Füllen von Gebäckstücken bis zur täglichen Herstellung von frischen Törtchen.
Nach oft langen, aber lehrreichen Arbeitstagen haben wir die umliegende Natur, aber auch die Städte erkundet - eine besondere Erfahrung abseits der typischen Touristen-Saison.
Rosalie und Maria, Konditoren
Mesquer, Frankreich
Sommer 2024
Während meines Praktikums an einer Schule für Holzbootbau konnte ich die Welt des holzbearbeitenden Handwerks für mich neu entdecken.
Während ich an sich viele der verwendeten Maschinen bereits kannte, lernte ich neue Einsatzmöglichkeiten. Im klassischen Zimmererhandwerk ist das Bearbeitungobjekt - wie z.B. ein Dachstuhl, statisch. Im Gegensatz dazu, hat sich die Struktur der Boote bei jedem Bearbeitungsschritt geändert.
Neben den handwerklichen Anforderungen konnte ich zudem viel Neues über Bereiche lernen, die in der Zimmerei gar nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaß relevant sind.
Natürlich ist es immer eine Herausforderung, als neue Person in einen bestehenden Kreis dazuzukommen. Aber ich habe viele Menschen getroffen, mit denen ich trotz Sprachbarriere einen gemeinsamen Nenner gefunden habe.
Björn, Auszubildender zum Zimmerer
Budapest, Ungarn
Frühling 2024
Über meine Berufsschule hatte ich die Möglichkeit, für zwei Wochen in Budapest zu arbeiten. Ich konnte mein Praktikum in einem traditionsreichen Vier-Sterne-Hotel direkt in der Innenstand machen. An der Rezeption übernahm ich im Laufe der Woche einige Tätigkeiten selbst und hatte viel Kontakt zu den Gästen.
Da unsere gesamte Gruppe in einer Wohnung untergebracht war, nutzten wir die freie Zeit, um gemeinsam zu kochen, die Stadt zu erkunden und Ausflüge zu machen. An unserem freien Wochenende entschieden wir uns, nach Wien zu fahren (eine Zugfahrt von gerade mal 2 Stunden).
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von selbst nie auf die Idee gekommen wäre, nach Ungarn zu gehen.
Job, Schüler des Wirtschaftsgymnasiums
Cork, Irland
Frühling 2024
Nach Abschluss meiner Ausbildung hatte ich die Möglichkeit, für fünf Monate in einer großen tiermedizinischen Praxis mit mehreren Standorten zu arbeiten.
Durch diese verschiedenen Standorte bekam ich einen Einblick in die Groß- und Kleintier-Medizin. Ich wechselte wöchentlich durch und war immer da, wo gerade die spannendsten Themen auf mich warteten. Schnell durfte ich selbstständig medizinische Aufgaben erledigen.
Zusammen mit meinen WG-Mitbewohnern erkundeten wir in unserer Freizeit die grüne Insel und ließen den ein oder anderen Abend in einem Pub ausklingen.
Kim, Tiermedizinische Angestellte
Vicoforte, Italien
Sommer 2023
Nach meinem Gesellinnenabschluss und einigen Erfahrungen als Bäckerin in klassischen Backstuben wollte ich meine Kenntnisse erweitern und hielt Aussschau nach einem Betrieb, der seine Brote im Holzofen bäckt. So landete ich im italienischen Piemont, in Vicoforte.
In der Backstube begegnete ich einem eingespielten Team, das sein Wissen großzügig weitergegeben hat und an wahrem Austausch interessiert war. Da auf eine kleinstmögliche Lieferkette und größtmögliche Autonomie geachtet wurde, konnte ich so an der gesamten Wertschöpfungskette teilhaben - vom Anbau des Getreides auf dem betriebseigenen Gelände, über die Herstellung des Mehls, zum Backen im traditionellen Holzofen bis zum Kontakt zu den Kunden im kleinen Verkaufsraum.
Auch außerhalb der Arbeit erfuhr ich viel Neues über die italienische Kultur. Mit Unterstützung meiner Mitbewohner lernte ich täglich neue Wörter und die kulinarische Vielfalt der italienischen Küche zu schätzen.
Die umfangreiche Erfahrung - vom Korn bis zum Kunden - ist für mich außerordentlich wertvoll und schärft das Bewusstsein für die Rohstoffe, die ich in meinem Beruf täglich verwende.
Maria, Bäckerin
Wien, Österreich
Frühling 2023
Während der Planung meines Praktikums habe ich mich dazu entschieden, mit meinem Hund im Camper auf den Campingplatz in der Nähe des Spitals zu ziehen. Nach einer turbulenten Hinfahrt durch Tschechien, die durch Nebel und eine defekte Autobatterie deutlich verzögert wurde, trat ich den ersten Arbeitstag sehr übermüdet an.
Das Team begrüßte mich sehr freundlich und band mich direkt in die täglichen Aufgaben der Station ein. Die Arbeit auf der Wochenbettstation finde ich ganz besonders, gerade weil hier Mütter und ihre frisch geborenen Kinder das erste Mal aufeinander treffen und sich "aneinander gewöhnen". Daraus konnte ich für mich persönlich unglaublich viel mitnehmen.
Ich war Teil des regulären Schichtplans und konnte so Tätigkeiten aus den unterschiedlichen Aufgabenbereichen begleiten und durchführen. Meine Kollegen haben mir durch gute Anleitung und eine offene Aufnahme unheimlich dabei geholfen, schnell anzukommen und Spaß an der Arbeit zu haben. Ich hatte zeitweise den Eindruck, greifbar zu merken, wie sich meine Gedanken und Einstellungen verändern und hatte das Gefühl, mich wirklich auf den Prozess eingelassen zu haben.
Neben der Arbeit habe ich die Stadt Wien und die Umgebung erforscht, war an der Donau spazieren, war bei Konzerten und wandern. Auf dem Campingplatz konnte ich direkt Bekanntschaft mit einheimischen Nachbarn knüpfen und bekam so viele Tipps und Anregungen.
Klara, Auszubildende zur Pflegefachkraft
Riga, Lettland
Frühling 2023
An meinem ersten Tag wurde ich von meiner Ansprechpartnerin in Riga in Empfang genommen und zu meinem Praktikumsbetrieb begleitet. Ich wurde sehr herzlich begrüßt und erhielt direkt ein Willkommensgeschenk.
Nachdem ich die ersten Tage zur "Eingewöhnung" nutzen konnte, wurde ich in den Arbeitsalltag eingebunden. Ich erstellte eine Unternehmens-Präsentation, bearbeitete Tickets und unterstützte bei der Übersetzung von Anfragen, die auf Deutsch gestellt wurden. Danach hatte ich die Aufgabe, ein Tool zu recherchieren, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz dabei unterstützt, Prozesse schneller und effektiver zu verarbeiten.
Die Arbeitsatmosphäre war sehr angenehm und entspannt, gleichzeitig wurde viel Wert auf effektive Arbeit und Produktivität gesetzt. Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Arbeit geschätzt wird und habe konstruktives und hilfreiches Feedback erhalten. Das Unternehmen selbst hat mich mit seinen innovativen Ideen und der Arbeit mit modernster Technologie sehr beeindruckt. Ich habe viel über Crowdfunding-Plattformen und über die Finanzbranche im Allgemeinen gelernt.
Ibrahim, Auszubildender zum Bankkaufmann
Valletta, Malta
Herbst 2021
Mein Praktikum auf Malta habe ich in der Marketing-Abteilung eines Shopping Centers in Sliema gemacht. Meine Chefin Virginie hat mich sofort mit in ihre tägliche Arbeit eingebunden und in der zweiten Woche bekam ich sogar schon die Möglichkeit eine ganz eigene Marketing-Kampagne zu planen und umzusetzen. Trotz der großen Verantwortung und der Herausforderung, in einem Zeitrahmen von zwei Wochen alles zu organisieren, hat alles geklappt. An meinem letzten Tag im Praktikum konnte ich noch sehen, wie meine Kampagne umgesetzt wurde und dass alles so lief, wie ich es geplant hatte.
Gemeinsam mit ein paar anderen Mädchen aus den Niederlanden und Deutschland habe ich nach der Arbeit und an den Wochenenden viele Sehenswürdigkeiten auf der Insel erkundet.
Corinna, Mediengestalterin digital und print
Vicenza, Italien
Herbst 2021
Als Auszubildende zur Krankenpflegerin ist es gar nicht so einfach, einen Praktikumsplatz im Ausland zu finden. Umso mehr hat es mich gefreut, dass es in Vicenza geklappt hat. Ich war dort an einem privaten Krankenhaus in der diabetologischen Station.
Die Kollegen waren super nett zu mir. Dass ich nur wenig italienisch konnte, war gar kein Problem. Alle haben mich unterstützt und im Laufe der Zeit konnte ich mich auch viel besser verständigen.
Meine Aufgaben bestanden aus den üblichen pflegerischen Tätigkeiten. Ich konnte die täglichen Visiten begleiten und die Ärzte haben mir alles genau erklärt. Auch bei einem chirurgischen Eingriff durfte ich dabei sein.
Gewohnt habe ich in einem Privathaushalt. Ich hatte dort mein eigenes Zimmer und konnte die Küche mitbenutzen und mich so selbst versorgen. In der Freizeit habe ich die Umgebung erkundet. Padua war nur 20 min entfernt. An einem Wochenende war ich auch in Venedig, an einem anderen in Verona. Insgesamt waren die 5 Wochen viel zu schnell vorbei.
Winda, Auszubildende zur Gesundheits- und Krankenpflegerin
Valencia, Spanien
Frühling 2021
Über unsere Fachschule für Ergotherapie haben wir von der Möglichkeit zur Teilnahme an einem Erasmus+ Praktikum erfahren. Diese Gelegenheit konnten wir uns nicht entgehen lassen.
In Valencia haben wir in der ersten Woche einen Sprachkurs besucht. Ab der zweiten Woche waren wir dann zum einen in einer Einrichtung für behinderte Menschen, zum andern in einer Ergotherapiepraxis. Wir konnte Einblicke in die unterschiedlichen Therapien gewinnen. In unserer Freitzeit haben wir Valencia und die Umgebung erkundet und viele nette Leute kennen gelernt.
Untergebracht waren wir in einem Apartment mit Erasmus+ Teilnehmern aus Frankreich. Abends haben wir gemeinsam gekocht und Spiele gepielt.
Jolanda und Arian, Auszubildende zu Ergotherapeuten
Dublin, Irland
Winter 2020
Ich wollte schon immer mal einen Auslandsaufenthalt machen. Dies war während meiner Ausbildung leider nicht möglich. Da Erasmus+ jedoch die Möglichkeit bietet noch innerhalb eines Jahres nach Ende der Ausbildung ein gefördertes Auslandspralktikum zu machen, habe ich diese Gelegenheit genutzt.
In Dublin habe ich bei einer Steuerberatungsgesellschaft, die sich um Buchhaltung, Steuererklärungen aber auch Gerichtsfälle kümmert, gearbeitet. Ich habe dort viel bei der Organisation und Vorbereitung der Gerichtsfälle mitgeholfen, Excel Tabellen erstellt und Umsatzsteuerarbeiten für Unternehmen vorbereitet, aber auch Scan- und Kopieraufgaben übernommen. Ich konnte so meine Fähigkeiten in diesen Bereichen stark erweitern und habe viel über die steuerliche Situation in Irland erfahren.
Gewohnt habe ich bei einer sehr netten Gastfamilie, bei der ich mich wie ein Teil der Familie gefühlt habe. Deren Haus war sehr zentral gelegen, weshalb ich vieles laufen konnten. Meine Wochenenden habe ich viel mit Sightseeing verbracht und so manchen Abend in einem Pub verbracht. Ich habe mehrere Touren durch das Land gemacht - die Natur war überwältigend! Und egal, wo ich hingekommen bin: von der Offenheit und Freundlichkeit der Menschen war ich sehr beeindruckt.
Monique, Steuerfachangestellte
Bordeaux, Frankreich
Herbst 2019
Ich wurde von der Personalabteilung meines Ausbildungsbetriebes darauf angesprochen, ob ich Interesse an einem Auslandspraktikum hätte. Ich war sofort interessiert, da mich die Vorstellung sehr reizte, in einem anderen Land Kenntnisse zu erwerben.
Mein Praktikumsbetrieb war einer der größten Händler für Trucks in Bordeaux - mein Arbeitsplatz die LKW Werkstatt. Anfangs war ich noch einzelnen Monteuren mit verschiedenen Aufgabengebieten zugeteilt. Nach einer gewissen Zeit durfte ich sogar fast immer selbstständig arbeiten - ein besonderes Highlight für mich.
Ich habe besonders die sehr nette Atmosphäre genossen, da ich direkt ab dem ersten Tag als Teil der Gemeinschaft gesehen wurde. Mein Kontakt zu meinen Arbeitskollegen beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Arbeit, zwei Mal wurde ich auch von Arbeitskollegen nach Hause eingeladen und wir trafen uns gelegentlich am Wochenende.
Bordeaux selbst ist von einer besonderen Bausubstanz und einem sehr lebendigen Flair geprägt - wir haben jedes Mal das passende für uns gefunden und hatten dabei viel Spaß.
Lars, Auszubildender zum NFZ-Mechatroniker
Conil de la Frontera, Spanien
Herbst 2019
IHola! Que Tal?
Me llamo Elena und ich habe ein Auslandspraktikum in einem 4 Sterne Hotel an der spanischen Küsten "Costa de la Luz" in Spanien gemacht.
Meine Kollegen waren sehr nett zu mir und haben mir beim Lernen der Sprache geholfen, indem sie immer versucht haben, mir alles auf Spanisch zu erklären obwohl sie auch Deutsch konnten. Diese Freundlichkeit und das Verhältnis zu den Vorgesetzten hat mich sehr beeindruckt. Ich hatte vor meinem Praktikum noch sehr geringen Spanischkenntnisse - daher hat es mich überrascht, wie schnell ich meine Kollegen verstanden habe und mich auch selbst verständigen konnte.
Gewohnt habe ich in einem Apartment mit einer anderen Praktikantin. Wir haben uns super verstanden und hatten zum Glück auch ähnliche Arbeitszeiten, sodass wir nach der Arbeit beispielsweise noch zusammen Sport gemacht, gekocht oder einfach in einer Bar einen Vino Tinto de Verano getrunken haben oder Tapas essen waren.
Elena, Auszubildende zur Hotelfachfrau



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